LBV München wird gegen Eggarten-Zerstörung klagen

Bäume im Eggarten - Foto zum Aufruf des LBV

Heute Nachmittag hat der Landesbund für Vogelschutz (Kreisgruppe München) im Internet bekannt gemacht, dass er gegen die geplante Eggarten-Bebauung klagen wird. Das ist laut Mitteilung auf der Münchner LBV-Website die erste Klage des Stadt- und Kreisverbandes gegen ein Bauvorhaben.

Aus der Begründung: „Sträucher und Hecken verschwinden, ein wertvoller Erholungs- und Lebensraum geht verloren. Unzählige Tier- und Pflanzenarten sind im Eggarten zuhause, darunter auch der Waldkauz … bis die Bagger anrücken.“

Wer neu im Thema ist, kann hier auf der Biotop-Eggarten-Seite den einführenden Artikel aus dem Jahr 2024 lesen (ursprüngliche Fassung erschienen in der Bayerischen Staatszeitung / unabh. Wochenzeitung). Das Bauvorhaben „Eggarten-Siedlung“: Ein Modellquartier in der Frischluftschneise?

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Sitzung des Planungsausschusses über das Bauvorhaben im Eggarten

Kundgebung gegen Eggarten-Bebauung vor dem Rathaus mit Bannern von Bürgerinitiative und LBV
Bild: Kundgebung auf dem Marienplatz mit Bürgerinitiative, LBV und Bund Naturschutz

Vor der Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Bauordnung im Sitzungssaal des Rathauses fand eine Kundgebung auf dem Marienplatz statt, zu der die Bürgerinitiative pro Eggarten und der LBV aufgerufen hatten. In den kurzen Reden ging es um den Schaden, den das Bauvorhaben im Eggarten anrichten würde.

Heinz Sedlmeier (Geschäftsführer des LBV München, links am Bildrand) forderte außerdem den neu gewählten Oberbürgermeister Dominik Krause auf, ein Machtwort zu sprechen und die Abstimmungen zu verschieben: “Der alte Stadtrat ist abgewählt!” Zumindest was die heutige Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Bauordnung betrifft, wurde Sedlmeier nicht erhört.

Viele, die an der Kundgebung teilgenommen hatten, sahen die Sitzung von der Tribüne aus an. Auch die potenziellen Bauherren schauten zu, darunter Projektleiter Joachim Jaenicke, Philipp Heimerl von der PR-Agentur Hendricks und Schwartz sowie Christian Stupka von der GIMA (eine Art Dachverband der Baugenossenschaften).

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Eggarten-Termine im Frühling 2026

Drohnenflug über den alten Eggarten mit einzelnen Häusern (2021)
Bild: Drohnenaufnahme der alten Eggarten-Siedlung im Jahr 2021

Am Mittwoch, den 15. April beginnt um 9:30 Uhr die letzte Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Bauordnung, bevor der neue Stadtrat zusammentritt. In dieser Sitzung steht das Bauvorhaben Eggarten-Siedlung auf der Tagesordnung: Die Änderung des Flächennutzungsplanes mit integrierter Landschaftsplanung, der Bebauungsplan mit Grünordnung und schließlich die Bürgerversammlungs-Anträge des Stadtbezirks 24 (Feldmoching-Hasenbergl) zum Eggarten seit dem Jahr 2021 (!), die die Stadtverwaltung tatsächlich so lange aufgeschoben hat.

Kundgebungen zum Eggarten vor dem Rathaus

Deshalb findet am 15. April ab 8:30 Uhr vor dem Rathaus eine Kundgebung gegen das Bauvorhaben statt. Dazu ruft die Bürgerinitiative pro Eggarten auf, außerdem der Landesbund für Vogelschutz (LBV München Stadt und Land), siehe Demo-Aufruf: Nein zur Eggarten-Zerstörung. Mittlerweile hat sich Wildes Bayern e.V. dem Aufruf angeschlossen.

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TZ-Titel „Der neue Wohnungs-Atlas“: Bald günstig mieten im Eggarten?

TZ-Titel "Münchner Wohnungs-Atlas"

Titelthema der heutigen TZ sind Neubaugebiete, in denen man angeblich bald „günstig mieten“ kann. Die grünen Kreise auf der Karte stehen dabei für „Bauleitplanung im Verfahren“, was heißt, dass das Planungsreferat einen Bebauungsplan erstellt. Auch der Eggarten ist als grüner Kreis abgebildet.

Da sind wir schon bei den Hindernissen zwischen Wunsch und Wirklichkeit:

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Eggarten-Führung von PR-Agentur untersagt? Tag des offenen Denkmals

Gruppenfoto nach der Führung im Eggarten zum Tag des offenen Denkmals

Immer am zweiten Sonntag im September ist deutschlandweiter Tag des offenen Denkmals. Führungen durch den Eggarten fanden an diesem Tag schon öfter statt, ich habe heuer zum ersten mal selbst einen Eggarten-Spaziergang angemeldet.

Da auch Zeitungen vorab berichtet hatten, war der Andrang sehr groß. Am Nachmittag hatte der Regen aufgehört, es waren deutlich über 100 Menschen gekommen. Es war gut, dass auch Martin Schreck von der Bürgerinitiative pro Eggarten da war, so konnten sich die Anwesenden in zwei Gruppen aufteilen. Die von mir geführte Gruppe habe ich gegen Ende in der Eggartenstraße fotografiert (da war sie nicht mehr ganz vollständig).

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