Sitzung des Planungsausschusses über das Bauvorhaben im Eggarten

Kundgebung gegen Eggarten-Bebauung vor dem Rathaus mit Bannern von Bürgerinitiative und LBV
Bild: Kundgebung auf dem Marienplatz mit Bürgerinitiative, LBV und Bund Naturschutz

Vor der Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Bauordnung im Sitzungssaal des Rathauses fand eine Kundgebung auf dem Marienplatz statt, zu der die Bürgerinitiative pro Eggarten und der LBV aufgerufen hatten. In den kurzen Reden ging es um den Schaden, den das Bauvorhaben im Eggarten anrichten würde.

Heinz Sedlmeier (Geschäftsführer des LBV München, links am Bildrand) forderte außerdem den neu gewählten Oberbürgermeister Dominik Krause auf, ein Machtwort zu sprechen und die Abstimmungen zu verschieben: “Der alte Stadtrat ist abgewählt!” Zumindest was die heutige Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Bauordnung betrifft, wurde Sedlmeier nicht erhört.

Viele, die an der Kundgebung teilgenommen hatten, sahen die Sitzung von der Tribüne aus an. Auch die potenziellen Bauherren schauten zu, darunter Projektleiter Joachim Jaenicke, Philipp Heimerl von der PR-Agentur Hendricks und Schwartz sowie Christian Stupka von der GIMA (eine Art Dachverband der Baugenossenschaften).

Eggarten-Präsentation des Planungsreferats

Der erste Tagesordnungspunkt zum Eggarten begann mit einer Präsentation des Planungsreferats zum Gebiet und dem Bauvorhaben. Ein Luftbild zeigte die 20,6 ha Fläche, die überplant werden, und die nächste Umgebung.

Zusammen mit dem Billigungsbeschluss zum Bebauungsplan sollte auch gleich der Flächennutzungsplan geändert werden. In diesem werde es eine „Flächenmehrung“ geben, was Grünflächen betrifft – dieser Begriff fiel tatsächlich so. (Derartige Umwidmungen sind der Grund, warum in München die Grünflächen formal bzw. scheinbar zunehmen, wenn Wiesen, Felder und in diesem Fall grün bewachsene Gewerbeflächen großteils bebaut und umgewidmet werden.)

Weiterlesen

TZ-Titel „Der neue Wohnungs-Atlas“: Bald günstig mieten im Eggarten?

TZ-Titel "Münchner Wohnungs-Atlas"

Titelthema der heutigen TZ sind Neubaugebiete, in denen man angeblich bald „günstig mieten“ kann. Die grünen Kreise auf der Karte stehen dabei für „Bauleitplanung im Verfahren“, was heißt, dass das Planungsreferat einen Bebauungsplan erstellt. Auch der Eggarten ist als grüner Kreis abgebildet.

Da sind wir schon bei den Hindernissen zwischen Wunsch und Wirklichkeit:

Weiterlesen

Wäre die „Eggarten-Siedlung“ wirklich klimaneutral?

Bäume im Eggarten
Die weiteren Aussichten für Bäume im Eggarten sind trübe (Bild vom 27. Oktober 2024)

Die Projektentwickler haben in den letzten Wochen und Monaten einige Texte auf ihrer Eggarten-Website (eggarten-siedlung.de) veröffentlicht, die das geplante Quartier als besonders grün, ökologisch und klimaneutral bewerben.

Der Anspruch: ein klimaneutrales Stadtquartier

„Die Eggarten-Siedlung hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, ein klimaneutrales Stadtquartier zu werden. Dazu bedarf es eines ganzheitlichen Ansatzes – von der intelligenten Anordnung der Gebäude und ihrer Niedrigenergiebauweise über die Nutzung regenerativer Energien wie Solarstrom und Geothermie aus dem Grundwasser bis hin zur Begrünung von Dächern und Fassaden und einer möglichst geringen Bodenversiegelung.“

Weiterlesen

Wogeno wird Neubauwohnungen schwer los

Wogeno-Rundbrief: Nachfrage nach Neubauwohnungen gering

Screenshot: Wogeno-Mitglieder mögen keine Neubauwohnungen in den Außenbezirken *

In ihrem Juli-Rundbrief (72/2024) offenbart die Wohngenossenschaft Wogeno München eG Erstaunliches: „(…) wie die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, sind die Wohnungen außerhalb des Mittleren Ringes bei unserer Mitgliedschaft nicht sehr begehrt.“ (Klick auf obiges Bild vergrößert Screenshot)

Neumitglieder dringend gesucht

Doch es gibt eine Lösung: Die Wogeno wirbt bei Nichtmitgliedern für ihre Genossenschaft. Das gilt besonders für geförderte Wohnungen, die man nur unterhalb bestimmter Einkommensgrenzen bekommt. Einen „München-Modell-Schein“ haben laut Rundbrief nur wenige der langjährigen Genossen. Das typische Mitglied gehört nämlich der deutschen Mittelschicht an –

Weiterlesen