Sitzung des Planungsausschusses über das Bauvorhaben im Eggarten

Kundgebung gegen Eggarten-Bebauung vor dem Rathaus mit Bannern von Bürgerinitiative und LBV
Bild: Kundgebung auf dem Marienplatz mit Bürgerinitiative, LBV und Bund Naturschutz

Vor der Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Bauordnung im Sitzungssaal des Rathauses fand eine Kundgebung auf dem Marienplatz statt, zu der die Bürgerinitiative pro Eggarten und der LBV aufgerufen hatten. In den kurzen Reden ging es um den Schaden, den das Bauvorhaben im Eggarten anrichten würde.

Heinz Sedlmeier (Geschäftsführer des LBV München, links am Bildrand) forderte außerdem den neu gewählten Oberbürgermeister Dominik Krause auf, ein Machtwort zu sprechen und die Abstimmungen zu verschieben: “Der alte Stadtrat ist abgewählt!” Zumindest was die heutige Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Bauordnung betrifft, wurde Sedlmeier nicht erhört.

Viele, die an der Kundgebung teilgenommen hatten, sahen die Sitzung von der Tribüne aus an. Auch die potenziellen Bauherren schauten zu, darunter Projektleiter Joachim Jaenicke, Philipp Heimerl von der PR-Agentur Hendricks und Schwartz sowie Christian Stupka von der GIMA (eine Art Dachverband der Baugenossenschaften).

Eggarten-Präsentation des Planungsreferats

Der erste Tagesordnungspunkt zum Eggarten begann mit einer Präsentation des Planungsreferats zum Gebiet und dem Bauvorhaben. Ein Luftbild zeigte die 20,6 ha Fläche, die überplant werden, und die nächste Umgebung.

Zusammen mit dem Billigungsbeschluss zum Bebauungsplan sollte auch gleich der Flächennutzungsplan geändert werden. In diesem werde es eine „Flächenmehrung“ geben, was Grünflächen betrifft – dieser Begriff fiel tatsächlich so. (Derartige Umwidmungen sind der Grund, warum in München die Grünflächen formal bzw. scheinbar zunehmen, wenn Wiesen, Felder und in diesem Fall grün bewachsene Gewerbeflächen umgewidmet werden.)

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Eggarten-Termine im Frühling 2026

Drohnenflug über den alten Eggarten mit einzelnen Häusern (2021)
Bild: Drohnenaufnahme der alten Eggarten-Siedlung im Jahr 2021

Am Mittwoch, den 15. April beginnt um 9:30 Uhr die letzte Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Bauordnung, bevor der neue Stadtrat zusammentritt. In dieser Sitzung steht das Bauvorhaben Eggarten-Siedlung auf der Tagesordnung: Die Änderung des Flächennutzungsplanes mit integrierter Landschaftsplanung, der Bebauungsplan mit Grünordnung und schließlich die Bürgerversammlungs-Anträge des Stadtbezirks 24 (Feldmoching-Hasenbergl) zum Eggarten seit dem Jahr 2021 (!), die die Stadtverwaltung tatsächlich so lange aufgeschoben hat.

Kundgebungen zum Eggarten vor dem Rathaus

Deshalb findet am 15. April ab 8:30 Uhr vor dem Rathaus eine Kundgebung gegen das Bauvorhaben statt. Dazu ruft die Bürgerinitiative pro Eggarten auf, außerdem der Landesbund für Vogelschutz (LBV München Stadt und Land), siehe Demo-Aufruf: Nein zur Eggarten-Zerstörung. Mittlerweile hat sich Wildes Bayern e.V. dem Aufruf angeschlossen.

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TZ-Titel „Der neue Wohnungs-Atlas“: Bald günstig mieten im Eggarten?

TZ-Titel "Münchner Wohnungs-Atlas"

Titelthema der heutigen TZ sind Neubaugebiete, in denen man angeblich bald „günstig mieten“ kann. Die grünen Kreise auf der Karte stehen dabei für „Bauleitplanung im Verfahren“, was heißt, dass das Planungsreferat einen Bebauungsplan erstellt. Auch der Eggarten ist als grüner Kreis abgebildet.

Da sind wir schon bei den Hindernissen zwischen Wunsch und Wirklichkeit:

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Eggarten-Führung von PR-Agentur untersagt? Tag des offenen Denkmals

Gruppenfoto nach der Führung im Eggarten zum Tag des offenen Denkmals

Immer am zweiten Sonntag im September ist deutschlandweiter Tag des offenen Denkmals. Führungen durch den Eggarten fanden an diesem Tag schon öfter statt, ich habe heuer zum ersten mal selbst einen Eggarten-Spaziergang angemeldet.

Da auch Zeitungen vorab berichtet hatten, war der Andrang sehr groß. Am Nachmittag hatte der Regen aufgehört, es waren deutlich über 100 Menschen gekommen. Es war gut, dass auch Martin Schreck von der Bürgerinitiative pro Eggarten da war, so konnten sich die Anwesenden in zwei Gruppen aufteilen. Die von mir geführte Gruppe habe ich gegen Ende in der Eggartenstraße fotografiert (da war sie nicht mehr ganz vollständig).

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Wäre die „Eggarten-Siedlung“ wirklich klimaneutral?

Bäume im Eggarten
Die weiteren Aussichten für Bäume im Eggarten sind trübe (Bild vom 27. Oktober 2024)

Die Projektentwickler haben in den letzten Wochen und Monaten einige Texte auf ihrer Eggarten-Website (eggarten-siedlung.de) veröffentlicht, die das geplante Quartier als besonders grün, ökologisch und klimaneutral bewerben.

Der Anspruch: ein klimaneutrales Stadtquartier

„Die Eggarten-Siedlung hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, ein klimaneutrales Stadtquartier zu werden. Dazu bedarf es eines ganzheitlichen Ansatzes – von der intelligenten Anordnung der Gebäude und ihrer Niedrigenergiebauweise über die Nutzung regenerativer Energien wie Solarstrom und Geothermie aus dem Grundwasser bis hin zur Begrünung von Dächern und Fassaden und einer möglichst geringen Bodenversiegelung.“

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